Musik

Sonntag, 13.09.2020, 19:30 Uhr

5. Abendmusik

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Tango Salón

Peter Gneist Bandonéon
Regina Salzmann Trottmann  Violine
Franziska Grütter Violine
Irene Arametti Viola
Winfried Holzenkamp Kontrabass

Eintritt frei – Kollekte

Die Veranstaltung findet unter Berücksichtigung eines Schutzkonzeptes statt. 

 

Zur Entstehungszeit des Tangos trafen in Buenos Aires ganz verschiedene Nationalitäten und Mentalitäten aufeinander. In ähnlicher Weise haben sich hier fünf tangobegeisterte Kammermusikerinnen und -musiker aus ganz verschiedenen Ecken zu einem einzigartigen Tango-Ensemble zusammen- geschlossen. Sie stellen sich der Herausforderung, den einstigen traditionellen Tangoorchesterklang im kleinen Ensemble mit Bandoneon und Streichern wieder erklingen zu lassen.  Die fünf Künstler sind fasziniert von der Energie und der Leidenschaft des klassischen Tangos wie auch der moderneren Musik von Astor Piazzolla. Sie haben Lust, das Publikum mitzureissen und mit ihm diese Faszination für traditionelle Tangos und den Tango Nuevo zu teilen.  Seit Anfang der 90er Jahre beschäftigt sich 

Peter Gneist intensiv mit dem Bandoneon und dem argentinischen Tango. Neben autodidaktischen Studien nahm er Unterricht in Genf und in Buenos Aires, wo er sich während mehreren längeren Aufenthalten bei Néstor Marconi und anderen weiterbildete. Er tritt in der Schweiz und im umliegenden Ausland mit verschiedenen Tangoformationen auf: Regelmässig im Duo mit dem Bandoneonisten Roland Senft und bis 2017 mit dem Ensemble Guardia Vieja des Gitarristen und Sängers Humberto Cosentino, der leider im Oktober 2017 verstorben ist. Mit ihm spielte Peter Gneist während 25 Jahren in der Schweiz, Deutschland, Frankreich, Österreich, Griechenland, Argentinien und Uruguay. Peter Gneist trat als Solist mit Streich- und Blasorchestern und in Chorproduktionen auf und wirkte in verschiedensten Theater-, Film-, Fernsehproduktionen und Musicals mit, z.B. im Herbst 2017 im Opernhaus Zürich in der Oper «Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny» von Kurt Weill und Bertold Brecht. (Bild: Brigitte Hammond) 

Regina Salzmann aus Naters (VS) begann ihre musikalische Laufbahn mit sieben Jahren an der Allgemeinen Musikschule Oberwallis mit Geigen- unterricht, den sie später bei Alejandro Mettler an der Musikschule Konservatorium Bern fortführte. Mit ihm spielte sie in einem Ensemble, das sich auf den Spuren des «orquesta tipica» insbesondere dem klassischen argentinischen Tango widmete. Diese Erfahrung bestärkte sie in ihrem Wunsch, Berufsmusikerin zu werden. Ab 2001 studierte sie in der Berufsklasse von Anne Bauer-Loerkens am Conservatoire de Musique de Neuchâtel (CMN). Im Sommer 2005 erhielt sie am CMN ihr Lehrdiplom für Violine und schloss nach weiteren zwei Jahren ihr «Perfectionnement» mit Bestnote ab. Parallel dazu absolvierte sie ein Orchesterpraktikum im Sinfonie Orchester Biel (SOB). Sie spielt regelmässig in verschiedenen Orchestern der Deutsch- und Westschweiz (SOB, Orchestre de Chambre de Neuchâtel, Ensemble Symphonique de Neuchâtel, Orchestre de Chambre du Valais, kammerorchester concertino, Camerata Mobile u.a.) und tritt immer wieder als passionierte Kammermusikerin mit der Violine oder der Bratsche auf (Lunaare Quintett, Oberwalliser Streichquartett, Kammermusik mit Gitarre, 676 Nuevotango-Ensemble u.a.). 2013 erlangte sie ein CAS in Kulturmanagement an der Hochschule Luzern und war 2013/14 administrative Leiterin des Jugendsinfonieorchesters Arabesque. Im Sommer 2018 gründete sie anlässlich des «klangland - unplugged festivals» in Naters das Ensemble «Tango Salón». 

Franziska Grütter nahm mit acht Jahren ersten Geigenunterricht. Bereits als Jugendliche kam sie mit der Musik Piazzollas in Berührung und interpretierte die berühmten «Cuatros Porteños» leidenschaftlich mit ihrem damaligen Trio. Nach Erlangen des Lehrdiploms 1997 schloss sie ihr Studium 1999 an der Hochschule in Bern bei Daniel Zisman mit dem Konzertdiplom ab. Anschliessend setzte sie ihre Studien in England fort. Es folgten Meisterkurse bei A. Dubach, N. Chumachenco, I. Turban und dem Abegg Trio. Im Jahr 2000 weilte sie in Bolivien, wo sie Violine, Viola und Kammermusik unterrichtete und verschiedene Konzertreisen unternahm. Im Herbst 2001 spielte sie im Stadttheater Bern die erste Violine in Astor Piazzollas Tango-Oper «María de Buenos Aires», die dank des grossen Erfolgs im Sommer 2003 wiederaufgenommen und 2012 als Produktion am Theater Chur aufgeführt wurde. 2011 folgte ausserdem die Uraufführung von Daniel Zismans «Tangos Paralelos», wo sie als Konzertmeisterin wirkte. Franziska Grütter pflegt als Solistin, Konzertmeisterin des Solothurner Kammerorchesters sowie als Mitglied verschiedener Kammermusik- formationen wie des Salonquintetts I Galanti oder des Lunaare Quintetts eine rege Konzerttätigkeit. 

Irene Arametti nahm mit sechs Jahren ersten Unterricht. Sie besuchte das Talentförderungs- programm TaF des Gymnasiums Hofwil in Münchenbuchsee und schloss zeitgleich mit dem Erlangen der Matura das Musik-Grundstudium (Bachelor) an der Hochschule für Musik Bern ab. Zwei Jahre später erlangte sie das Lehrdiplom und 2009 das Konzertdiplom an der Musikakademie Basel. Irene Arametti fühlt sich in den verschiedensten Musikstilen zuhause und ist eine gefragte Kammermusikpartnerin. Neben der Unterrichts- tätigkeit an der Musikschule Thun ist Irene Arametti als freischaffende Musikerin tätig und spielt im Berner Kammerorchester, dem OPUS-Orchester Bern und verschiedenen anderen Ad-hoc-Formationen. Sie wohnt mit ihrer Familie im Berner Seeland.

Winfried Holzenkamp schloss im Januar 2001 seine Studien bei Professor Schüssler an der Kölner Musikhochschule mit dem Konzertexamen ab. Danach erhielt er ein Jahresstipendium des DAAD und lebte mit seiner Familie ein Jahr in Buenos Aires/Argentinien. Dort studierte er an der «Escuela de Música Popular de Avellaneda», war Mitglied im «Orquesta Escuela de Tango» der Stadt Buenos Aires unter Emilio Balcarce und studierte privat bei Hector Console, Horacio Cabarcos, Oscar Giunta u.a. Winfried Holzen- kamp ist heute einer der gefragtesten Tango-Bassisten Europas. Er ist langjähriges Mitglied des «676 Nuevotango Quintett» und spielt in verschiedenen Tangoformationen mit Michael und Daniel Zisman zusammen.

Veranstaltungsort
Kirche
Veranstalter
Reformierte Kirchgemeinde